Zimmerbühne Potsdam

»NOCHMAL DAVON GEKOMMEN. Berichte aus dem Provisorium.«

2022 steht das Programm der Zimmerbühne unter dem Motto »NOCH MAL DAVONGEKOMMEN. Berichte aus dem Provisorium.« Wir leben in katastrophischen Zeiten. Vom griechischen Wortsinn her ist die „Katastrophe“ eine „Umwendung“. Aber die dauernde Umwälzung hält doch niemand aus! Wie lebt man unter diesen Bedingungen, in einem andauernden Provisorium? Und: Muss die Katastrophe eigentlich immer ein Desaster sein? Oder liegt in der Umwendung auch eine Chance?

Geleitet von hochaktuellen und zugleich zeitlosen Fragen berichten wir aus dem „Provisorium“ und nehmen die Katastrophe mit ihren vielfältigen Deutungsmöglichkeiten und Dimensionen unter die Lupe. Mit einer Vielzahl kleinerer Theaterereignisse und Lesungen wollen wir die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen bewusst anregen und fördern und die Unmittelbarkeit der Zimmerbühne nutzend einen Ort des direkten Austauschs, des (auch kontroversen) Nachdenkens in der Potsdamer Stadtgesellschaft verankern.

Los geht es am 17. & 18. Februar mit vier Schulvorstellungen von NETBOY von Petra Wüllenweber. Die Inszenierung von Michael Neuwirth spürt der Sehnsucht nach, sich der Realität zu entziehen, anonym und scheinbar ungefährdet seine Fantasien auszuleben. Es geht um Macht, das Gefühl Dinge verändern zu können, es geht um Bestätigung, Anerkennung und die Verlorenheit in einer Welt, der die verlässlichen Systeme abhandengekommen sind.

NIEMAND WARTET AUF DICH von Lot Vekemans steht dann am 3., 5. & 6. März auf dem Programm. Marianna Linden spielt darin virtuos drei ganz unterschiedliche Frauen, die der Frage nachgehen, was es heißt: „Niemand wartet auf dich“. Heißt das, du darfst dir alle Zeit der Welt nehmen? Oder: Du bleibst zurück, wenn du dich nicht beeilst? Oder bedeutet es, ganz am Ende erwartet dich gar niemand? NIEMAND WARTET AUF DICH ist eine Aufforderung Lot Vekemans zu mehr Debatten, mehr Eigeninitiative, weniger Zynismus und richtet sich ganz direkt an das Theaterpublikum.

Am Freitag, 25. März um 19.30 Uhr feiert die Erfolgskomödie ACHTERBAHN des 2020 verstorbenen französischen Starautors Éric Assous an der Zimmerbühne Premiere. ACHTERBAHN hat alles, was französische Komödien so einzigartig macht: genau gezeichnete Charaktere, einen raffinierten Handlungsaufbau, brillanten Stil und umwerfenden Wortwitz.

Mit LOVE LETTERS bietet sich Ihnen am 13. & 14. Mai die Gelegenheit, das Ensemble des Theater Poetenpack einmal anders kennenzulernen. Denn das Theater wird die leise und kraftvoll erzählte Liebesgeschichte innerhalb des Ensembles weitergeben. Das gibt dem Publikum die Gelegenheit, den ebenso witzigen wie berührenden Briefwechsel in verschiedenen Lesarten kennenzulernen. So wird LOVE LETTERS, ein Stück für zwei SpielerInnen, zu einem Stück für Viele.

Rund um das Pfingstwochenende vom 4. Juni bis 9. Juni spüren dann unsere drei gewitzten Pinguine in dem Familienstück AN DER ARCHE UM ACHT nach dem beliebten Kinderbuch von Ulrich Hub den großen Fragen des Lebens nach. Wir freuen uns sehr, mit diesen Aufführungen erstmals auch unsere kleine Gäste im Garten der Zimmerbühne begrüßen zu dürfen!

 

Programm

NETBOY von Petra Wüllenweber

NETBOY zeigt aus der Perspektive des Mädchens Marie, in welche ungeahnten Abhängigkeiten Jugendliche im Internet geraten können, wie aus erst ganz unverfänglichen Geschichten lebensbedrohliches Cybermobbing wird, wie wichtig und wie anfällig Freundschaften sind und wie hilfebedürftig man sein kann.

Do, 17. &. Fr, 18. Februar, jeweils um 10:00 und um 13:00 Uhr

Es spielen: Julia Borgmeier (Marie), Clara Schoeller (Sarah), Markus Braun (Olaf), Andrea Seitz (Maries Mutter).

NIEMAND WARTET AUF DICH von Lot Vekemans

Niemand wartet auf dich... Heißt das, du darfst dir alle Zeit der Welt nehmen? Oder: Du bleibst zurück, wenn du dich nicht beeilst? Oder bedeutet es, ganz am Ende erwartet dich gar niemand?

Es spielen Marianna Linden (Gerda, Ida, Anna), Arne Assmann (Musiker)

Sa, 5. März um 19: 30 Uhr & So, 6. März um 17:00 Uhr

ACHTERBAHN von Éric Assous

Ein älterer Mann begegnet einer jungen, hübschen Frau in einer Bar. Sie flirten, unterhalten sich und sind sich auf Anhieb sympathisch. Schnell ist klar, dass der Abend in seinem Appartement enden wird. Seine Frau, die mit dem gemeinsamen Sohn verreist ist, verschweigt er natürlich.

Doch – im Appartement angekommen, übernimmt die junge Frau immer mehr die Regie. Sie spielt mit ihm, versteckt ihre wahre Identität hinter immer neuen Geheimnissen und Gestalten. In einem Moment das verschüchterte Mädchen, wird sie im nächsten zur Femme fatale – und verdreht damit ihm wie auch dem Publikum den Kopf. Der Abend wird zu einer Achterbahnfahrt der unerwarteten Erkenntnisse und zu einer Berg- und Talfahrt der Emotionen.

Es spielen: Julia Borgmeier und Stefan Schill

Regie: Andreas Hueck

Premiere: Fr, 25. März um 19:30 Uhr

Weitere Vorstellungen: Sa, 26. März um 19:30 Uhr, So, 27. März um 17:00 Uhr  | 1., 2., 7., 8., 9. April jeweils um 19:30 Uhr sowie am 3. April um 17:00 Uhr

LOVE LETTERS von A. R. Gurney

Ein Theaterstück, das nur aus Briefen besteht? Kann das funktionieren? Ja, denn die Schreibenden sind durch tiefe Liebe verbunden. In besonderer Art und Weise wird das Publikum Zeuge einer einzigartigen Verbindung zweier Menschen, die sich Raum und Zeit widersetzt.

Es spielen Andrea SeitzReiner Gabriel

Fr, 13. & Sa, 14. Mai, jeweils um 19.30 Uhr

AN DER ARCHE UM ACHT von Ulrich Hub

Drei Pinguine in der Antarktis sind ganz dicke Freunde, die sich aber auch mal richtig in die Haare kriegen können. Dabei merken sie gar nicht, dass eine Sintflut über sie hereinbricht. Bis eine weiße Taube mit der Nachricht vorbeikommt, dass Noah eine Arche schickt. Für zwei der Pinguine gibt es Tickets für die Arche, um Acht soll es losgehen. Doch wer bekommt die Tickets? Und was passiert mit dem dritten Pinguin? Eine abenteuerliche Reise beginnt, auf der man nebenbei erfährt, dass Giraffen seekrank werden können und Gott gern Käsekuchen isst. Für Kinder ab 5 Jahren.

Sa, 4. bis Mo, 6. Juni, jeweils um 15:00 Uhr | Di, 7. Juni bis Fr, 10. Juni, jeweils um 10 Uhr

Es spielen: Georg Peetz (1. Pinguin), Felix Isenbügel (2. Pinguin), Hendrikje van de Ven (3. Pinguin), Marianna Linden (Taube), Arne Assmann (Alter Mann/Musiker).

Spielplan & Tickets

 

Neue feste Spielstätte in Potsdam West

 

Seit September 2020 kann das Theater Poetenpack die Spielstätte in der Zimmerstraße 12b uneingeschränkt als Proben- und Spielort nutzen. Nachdem die Eröffnung der Bühne Corona-bedingt zweimalig verschoben werden musste, konnte es im Oktober 2021 endlich losgehen. 

Zimmerbühne Potsdam, Zimmerstraße 12b, 14471 Potsdam

 

Sie wollen die Zimmerbühne mieten? Alle Informationen zur Vermietung finden Sie hier.

Team

Künstlerische Leitung und Geschäftsführung:
Andreas Hueck

Büroleitung und Buchhaltung:
Marina Werl

Büromitarbeit:
Natallia Dittmar

Künstlerisches Betriebsbüro:
Tetyana Schönfeld

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Valeska Graffé

Gastspielakquise & KBB:
Katharina Dembski

Büroassistenz:
Antonia Kieburg

Fördergeld- und Vertragsmanagement:
n. n.

Finanzen:
Peter Bob

Ausstattung:
Janet Kirsten

Projektleitung, Technik, Beleuchtung:
Christian Hoffmann

Projektleitung:
Alexander Schierhorn

Malerei und Grafik:
Rayk Goetze