Zimmerbühne Potsdam

 

Über die Verfinsterung der Geschichte oder Wohin hoffen wir?

Jahresprojekt für die „Zimmerbühne“

Seit September 2020 kann das Theater Poetenpack die Spielstätte in der Zimmerstraße 12b uneingeschränkt als Proben- und Spielort nutzen. Nachdem die Eröffnung der Bühne Corona-bedingt zweimalig verschoben werden musste, kann es ab Oktober 2021 endlich losgehen. Wir nehmen dies zum Anlass, den Saal, der zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Kapelle der „Selbständigen Lutherischen Dreieinigkeitsgemeinde“ erbaut wurde, in einem großen künstlerischen Jahresprojekt zu erkunden, das den Raum mit einer dichten Folge kleiner Theaterereignisse zum Leben erweckt.

Thematisch treiben uns dabei die Fragen um: Haben wir noch Utopien? Welche Erwartungen haben wir für die Zukunft? Ist Hoffnung noch ein Motor? Oder eher eine Last? Zeigt uns nicht die aktuelle Situation, wie schwer Voraussagen und Projekte für eine Zukunft zu formulieren sind? Wie leben wir als Menschen in einer Zeit, in der wir die meisten Gewissheiten verloren haben? Bis zum Jahresende 2021 werden wir diesen Fragen mit Aufführungen, Lesungen und Gastspielen nachgehen.

 

Programm

LOVE LETTERS von A. R. Gurney

Ein Theaterstück, das nur aus Briefen besteht? Kann das funktionieren? Ja, denn die Schreibenden sind durch tiefe Liebe verbunden. In besonderer Art und Weise wird das Publikum Zeuge einer einzigartigen Verbindung zweier Menschen, die sich Raum und Zeit widersetzt.

Es spielen Andrea Seitz, Reiner Gabriel

09. Okt 19:30 Uhr | 10. Okt 17 Uhr | 18. Dez 19:30 Uhr | 19. Dez 17 Uhr

ÜBER DIE VERFINSTERUNG DER GESCHICHTE von Hans Magnus Enzensberger

Es geht um Hoffnung und um Enttäuschung. „Jede Generation glaubt an die Einzigartigkeit ihrer ‚Sinnkrisen‘, schreibt Enzensberger. „Herzens Dialoge zerstören diese Einbildung.“ Doch Herzen begegnet den Niederlagen und Enttäuschungen mit einer Haltung, die ihn zu einem Nothelfer von höchster Aktualität macht: mit rücksichtsloser Analyse und mit offener Phantasie.

Es lesen Willi Händler, Felix Isenbügel, Arne Assmann (Musiker)

14. Okt 19:30 Uhr | 20. Nov 19:30 Uhr | 21. Nov 17 Uhr

NIEMAND WARTET AUF DICH von Lot Vekemans

Niemand wartet auf dich... Heißt das, du darfst dir alle Zeit der Welt nehmen? Oder: Du bleibst zurück, wenn du dich nicht beeilst? Oder bedeutet es, ganz am Ende erwartet dich gar niemand?

Es spielen Marianna Linden (Gerda, Ida, Anna), Arne Assmann (Musiker)

Regie Andrea PinkowskiAusstattung Nele AhrensKomposition Arne Assmann

Premiere 15. Okt 19:30 Uhr | 16. Okt 19:30 Uhr | 17. Okt 17 Uhr | 20. Nov 21 Uhr| 21. Nov 18:30 Uhr

GIFT. EINE EHEGESCHICHTE von Lot Vekemans

Ein grandioses Spiel um Liebe und Schmerz, eine tastende Suchbewegung zweier Menschen nach der Möglichkeit, die Vergangenheit zu akzeptieren.

Es spielen Simone Kabst (Sie), Andreas Hueck (Er)

Regie Michael Neuwirth, Ausstattung Janet Kirsten

23. Okt 19:30 Uhr | 24. Okt 17 Uhr

DAS JAHR DES MAGISCHEN DENKENS von Joan Didion

Die große amerikanische Schriftstellerin schreibt über die Trauer nach dem Tod ihres Ehemannes und über ihren Versuch, das Unfassbare begreiflich zu machen – offen, persönlich, beeindruckend.

Es spielt Gundi-Anna Schick (Joan Didion)

Regie Uwe Brandt, Ausstattung Manfred Schneider

30. Okt 19:30 Uhr | 31. Okt 17 Uhr

JUDAS von Lot Vekemans | Gastspiel des Brandenburger Theater

Judas kehrt zurück. Als Mensch unter Menschen befragt er seine eigene Geschichte und begeht den Versuch, einen neuen Blickwinkel auf diese zu eröffnen. Er wendet sich an uns, um Antworten zu finden, die bisher noch niemand finden konnte.

Es spielen Urban Luig (Judas), Annika Finning (Figur/Tanz)

Regie/Bühne/Kostüm Frank Martin Widmaier

13. Nov 19:30 Uhr | 14. Nov 17 Uhr

HOMO DEUS oder DER LETZTE MENSCH frei nach Yuval Noah Harari

Mit diesem transhumanistischen Theaterprojekt wagen wir den Blick in die Zukunft. Wie sieht die Welt aus, auf die wir uns zubewegen? Wird es dort noch Menschen geben, wie wir sie kennen? Wie wirken technologischer Fortschritt und ökologischer Rückschritt in den kommenden Jahrhunderten zusammen? Die Zimmerbühne wird zu einem begehbaren Museum mit lebenden Exponaten. Wir blicken aus der Perspektive einer fernen Zukunft auf unsere Gegenwart.

Premiere 26. Nov 19:30 Uhr | 27. Nov 19:30 Uhr | 28. Nov 17 Uhr | 03. Dez 19:30 Uhr | 04. Dez 19:30 Uhr | 05. Dez 17 Uhr

ÜBER DIE VERFINSTERUNG DER GESCHICHTE ODER WOHIN HOFFEN WIR? - REVISITED

Den Abschluss unseres Jahresprogramms gestalten wir gemeinsam mit unserem Publikum! Wir wollen mit Ihnen diskutieren, uns kennenlernen, uns austauschen und ergründen wohin wir denn nun hoffen? Wir laden Sie ein zu einem Abend von und mit dem Theater Poetenpack!

05. Dez 18:30 Uhr

Jeder dieser Abende ist eine Einladung an das Publikum, ins Gespräch zu kommen. Die Reihe „Über die Verfinsterung der Geschichte“ sucht den Dialog mit dem Publikum. So wollen wir die Zimmerbühne als „Public Place“ etablieren.

Spielplan & Tickets

 

Neue feste Spielstätte in Potsdam West

 

Zimmerbühne Potsdam
Zimmerstraße 12b, 14471 Potsdam

 

Sie wollen die Zimmerbühne mieten? Alle Informationen zur Vermietung finden Sie hier.

Team

Künstlerische Leitung und Geschäftsführung:
Andreas Hueck

Künstlerische Leitung:
Kai O. Schubert

Büroleitung und Buchhaltung:
Marina Werl

Büromitarbeit:
Natallia Dittmar

Gastspielakquise und Künstlerisches Betriebsbüro:
Katharina Dembski

Fördergeld- und Vertragsmanagement:
Alexander Schröder

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Rebekka Neef

Ausstattung:
Janet Kirsten

Projektleitung, Technik, Beleuchtung:
Christian Hoffmann

Projektleitung:
Alexander Schierhorn

Malerei und Grafik:
Rayk Goetze