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Das Jahr magischen Denkens

von Joan Didion | 2016

Besetzung

Gundi-Anna Schick (Joan Didion).

Regie: Uwe Brandt
Ausstattung: Manfred Schneider

Beschreibung

Das Schriftstellerehepaar Joan Didion und John Dunne kehrt vom Besuch der Intensivstation zurück, auf der ihre Tochter mit einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung liegt. Mitten im Gespräch, während seine Frau gerade das Essen vorbereitet, stirbt John an einem Herzinfarkt. 40 Jahre einer engen Lebens- und Arbeitsbeziehung sind vorbei. Um zu überleben, beginnt Joan Didion nach neunmonatigem Schockzustand wieder zu schreiben. Sie versucht, das Unbegreifliche zu begreifen…

Mit schonungsloser Offenheit, unsentimental, selbstkritisch, sogar selbstironisch schildert die Autorin die verschiedenen Verdrängungsstrategien, ihre Sucht „alles im Griff zu haben“, die „magischen Tricks“, die sie anwendet, um der unumstößlichen Tatsache zu entgehen.

 

Eine Kooperation mit dem Grenzlandtheater Aachen.

 

Pressestimmen

Stuttgarter Zeitung / Stuttgarter Nachrichten vom 31. Mai 2017
"Gundi-Anna Schick macht das als Figur der Joan in der Bühnenfassung des Romans auf so atemberaubend fesselnde Weise in der sensiblen Regie von Uwe Brandt, dass man während dieser anderthalb Stunden das Fallen einer Stecknadel hätte hören können."

Stuttgarter Zeitung vom 3. Februar 2017
"Schick erzählt schnell und erregt, als wäre das furchtbare Geschehen eben erst passiert. So zieht sie das Publikum zu sich, lässt die Zuschauer den gewaltigen Schock Joans nachempfinden. Joan Didion beschreibt ihren inneren Zustand mit bestechender Präzision. Und gerade die Spannung zwischen Schicks hochemotionalem Sprechen und Didions kühler Analyse berührt, denn so wird deutlich, wie Joan hin- und hergerissen ist zwischen Gefühl und Verstand. Schick spielt das mit bravouröser Eindrücklichkeit."

Aachener Nachrichten/Aachener Zeitung vom 31. Mai 2016
„Ein mordsmäßig schwieriger Text, den Gundi-Anna Schick bei ihrem grandiosen Solo mit jeder Faser ihrer Erscheinung so intensiv und ergreifend zum Leben erweckt, dass es einem fast das Herz bricht. Das Publikum feierte sie zu Recht mit Standing Ovations.“

Grenz-Echo Aachen vom 30. Mai 2016
„Bühnen- und Kostümbildner Manfred Schneider schuf eine locker-leicht dahingehauchte Kulisse nach Art einer Architekturzeichnung. [...] Gundi-Anna Schick beginnt ihren Part im Zuschauerraum und wandert dann zur Bühne. Mit der Präsenz einer starken Persönlichkeit füllt sie die Szenerie aus. Selbst in den Pausen ihres Textes bleibt der Spannungsbogen erhalten. [...] Wenn sie den schmerzhaften Prozess der Aufarbeitung schildert, schafft sie mit der Kraft einer einfühlsamen Schauspielerin den engen Kontakt zum Publikum. Das ist keine leichte, aber überaus nachhaltige Kost.“

 

Repertoire

Das Spiel von Liebe und Zufall
von Pierre Carlet de Marivaux | 2018

Netboy
Petra Wüllenweber | 2017

Mein lieber Herr Katharina
unterhaltsame Betrachtungen aus dem Hause Luther | 2017

GIFT. Eine Ehegeschichte
von Lot Vekemans | 2017

Der eingebildete Kranke
Komödie von Molière | 2017

Der kleine Prinz
Familienstück nach Antoine de Saint-Exupèry, dramatisiert von Elisabeth Vera Rathenböck | 2017

Cyrano de Bergerac
von Edmond Rostand | 2016

Das Jahr magischen Denkens
von Joan Didion | 2016

Nathan der Weise
Gotthold Ephraim Lessing | 2015

Pettersson und Findus
Sven Nordqvist für die Bühne bearbeitet von Dagmar Leding | 2015

Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie
von Woody Allen | 2015

»Kunst«
Komödie von Yasmina Reza | 2014

Minna von Barnhelm
Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing | 2014

Oh, wie schön ist Panama
von Marianne Terplan nach der Erzählung von Janosch | 2013

Onkel Wanja
Szenen aus dem Landleben von Anton Tschechow | 2012

Mein Kampf
Farce von George Tabori | 2011

Dinner for One - wie alles begann
Komödie von Volker Heymann rund um den berühmten TV-Sketch | 2007

Der zerbrochene Krug
Lustspiel von Heinrich von Kleist | 2007

Mozart & Casanova
Komödie von Kerstin Tomiak mit Musik aus ‚Don Giovanni’ | 2006

Ich denke oft an Kladow im April
ein Abend über Leben und Werk Mascha Kalékos mit Liedern von Kurt Weill | 2005

Die Judenbank
Volksstück für einen Schauspieler von Reinhold Massag | 2002

Offene Zweierbeziehung
Beziehungskomödie von Dario Fo und Franca Rame | 2002

Casanova - oder die Philosophie der Verführung
Schauspiel mit Barockmusik | 2001

Nein, zärtlich bist du nicht!
Ein Bilderbuch für Verliebte von Kurt Tucholsky | 2000

Nach Süden
Porträt über Fanny Hensel mit Liedern ihrer ‚Italienreise’ | 1999

Rilke und Lou
ein musikalisch-literarisches Programm über die Liebe zwischen Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke mit Musik von Sergej Prokofjew | 1999